bbr 07-08/2010

Leitungsauskünfte von Netzbetreibern im Internet

Im Vorfeld von Tiefbaumaßnahmen muss geklärt werden, welche unterirdischen Ver- und Entsorgungsanlagen im Baustellenbereich installiert sind. Dies geschieht zum Schutz am Bau beteiligter Personen und zur Sicherung der Infrastruktur. Berichtet wird über die Ausgestaltung und die Vorteile eines Auskunftssystems über Leitungen, das nicht mehr in klassischer Form durch einen Mitarbeiter in einer zentralen Anlaufstelle, sondern passwortgeschützt im Internet informiert.
Autor: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Bock


Sanierung eines Trinkwasserdükers unter dem Rhein-Main-Donaukanal

Bei der Erneuerung eines Trinkwasser-Doppeldükers DN 200 PN 25 unter dem Rhein-Main-Donaukanal bei Poppenhausen kam ein grabenloses  Rohrsanierungssystem zum Einsatz (Abb. 1). Der hochdruckbelastbare Inliner wurde über eine Länge von 131 Metern und durch insgesamt drei Bögen erfolgreich eingezogen – ohne Beeinträchtigung des Schiffsverkehrs.
Autorin: Martina Tremml


Roboterverfahren – großes Potenzial in der grabenlosen Kanalsanierung

Roboter werden heute bei vielfältigen Schadensbildern in der Kanalsanierung eingesetzt. Am Beispiel von umfangreichen Sanierungen in der Stadt Neuss kann gezeigt werden, worauf es bei der technischen Ausstattung der eingesetzten Systeme ankommt, damit Schäden dauerhaft und wirtschaftlich instand gesetzt werden können. Durch ein Verfahren mit Schalungsmanschette und leistungsstarken Fräs- und Spachtelwerkzeugen werden dort auch Extremschäden erfolgreich bearbeitet.
Autoren: Gerd Müller, Andreas Lieb, Dipl.-Kfm. Christian Noll


Bemessung mehrdüsiger Einleitungsbauwerke

Oberflächengewässer werden u. a. als Vorfluter genutzt. Zum Großteil sind dies Einleitungen von Kühlwasser aus Kraftwerken oder Industrieansiedlungen, behandelte Abwässer von kommunalen oder industriellen Kläranlagen, Grubenwasser von Bergbauaktivitäten oder auch Konzentrat von Meerwasser- Entsalzungsanlagen – mit entsprechend hoch konzentrierten oder temperierten Abwasserfahnen, meist in Ufer- oder Küstennähe. Beschrieben wird die optimale Auslegung, Ausrichtung und Positionierung mehrdüsiger Einleitungsbauwerke, um  Schadstoffakkumulation und Interaktion mit anderen Quellen oder Schutzgütern zu vermeiden.
Autor: Dr.-Ing. Tobias Bleninger


Reinigung von Trinkwasserbehältern ohne Verwendung chemischer Reinigungsmittel

Die Reinigung von Trinkwasserbehältern aus Beton kann ohne chemische Reinigungsmittel erfolgen. Die hervorragenden Ergebnisse der bakteriologischen Überwachung nach der Reinigung rechtfertigen diese Vorgehensweise. Der Beitrag fasst langjährige Erfahrungen der zum Teil halbautomatischen chemiefreien Reinigung sowohl beschichteter als auch unbeschichteter Betonbehälter zusammen.
Autoren: Dipl.-Ing. Ulrich Sadlowski, Dipl.-Ing. Dietmar Hölting


Erprobung mobiler Wasseraufbereitungscontainer in Brasilien

Das gehäufte Auftreten von Katastrophen, die Versorgung peripherer Siedlungsgebiete und die angestrebte Erfüllung der UN Millennium Development Goals bedingen ein Abrücken von zentralen Wasseraufbereitungssystemen. Gemeinsam mit dem brasilianischen Versorger COPASA führt die Grünbeck Wasseraufbereitung GmbH mit wissenschaftlicher Unterstützung durch die Universität der Bundeswehr München ein Projekt zur dezentralen Trinkwasseraufbereitung in Brasilien durch.
Autoren: Dipl.-Ing. Mag. Wolfgang K. Walter, Univ.-Prof. Dr.-Ing. Frank Wolfgang Günthert, Dipl.-Biol. Jörgen Hößler


Pumpen als Turbinen in der Wasserwirtschaft

Wenn Flüssigkeit eine Kreiselpumpe rückwärts vom Druck- zum Saugstutzen durchströmt, kehrt sich die Drehrichtung des Laufrades um. Ist die zur Verfügung stehende Fallhöhe groß genug, wird das Losbrechmoment von Laufrad und Welle überwunden. Mit dem Drehmoment kann z. B. ein Generator betrieben werden. Im Wasserwerk Breech der Stuttgarter Landeswasserversorgung findet man einen solchen Anwendungsfall.
Autor: Bryan Orchard


Stadt Luxemburg investiert in sauberes Trinkwasser

Das Rohwasser für die Stadt Luxemburg weist zeitweise eine mikrobiologische Beeinträchtigung sowie erhöhte Trübungswerte auf. Aus diesem Grund entschied die Stadt , das Rohwasser mit Hilfe einer Ultrafiltrationsanlage aufzubereiten. Die Aufbereitungskapazität beträgt jetzt 1.680 m3 pro Tag. Eine weitere Ausbaustufe sieht eine Gesamtkapazität von 4.320 m3 pro Tag vor.
Autoren: Dipl.-Ing. Josef Wunram, Thomas Kreuzer


Nachhaltiges Wassermanagement bei versalzenden Brunnen

Einsatz kombinierter Erkundungs- und Modellierungsverfahren zur Ermittlung einer versorgungssicheren und nachhaltigen Bewirtschaftungsstrategie eines versalzenden Grundwasserleiters.
Autoren: Dr.-Ing. Jens Wagner, Dipl.-Geol. Sören Kathmann, Dipl.-Geol. Kai-Justin Radmann


Sanierung von Brunnenausbauten aus Kunstharzpressholz

Nicht selten fördert die Sanierung oder der Rückbau von Brunnen museumsreife Artefakte früherer Brunnentechnik zutage. Brunnenausbaumateralien aus den 60er/70er-Jahren des letzten Jahrhunderts können aus dichtungstechnischer (Schalenbauweise) und aus hygienischer Sicht (Biofilm durch Ablösungen unter den Holzschichten) Probleme bereiten, so etwa das OBO-Kunstharzpressholz.
Autor: Dipl.-Ing. Sven Tewes

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